Aktuelles

Sprache wird noch wichtiger werden

Vor dem mehrsprachigen Willkommen am Eingang zur Klettgauer Sprachkita: (von links) Thomas Olesch, Joachim Netzhammer, Rita Schwarzelühr-Sutter, Jeanette Indlekofer, Carolin Hagmann, Ozan Topcuogullari, Doris Wehinger und Miriam Gutmann. | Foto: Büro RSS

 

Waldshut-Tiengen, 13.09.2021

 

Rita Schwarzelühr-Sutter informiert sich über den Start des Sprachkita-Projekts im Erzinger Kindergarten St. Josef

 

Sprache ist der Schlüssel zur Teilhabe. Sagt sich einfach, ist es nicht immer. Ein Beispiel dafür, wie es gut gehen kann, ist die Sprachkita in Erzingen. Sie wird vom Bund mit 43.751 Euro gefördert, und die Staatssekretärin und SPD-Bundestagskandidatin Rita Schwarzelühr-Sutter hat sich jetzt ein Bild davon gemacht, was in der katholischen Einrichtung geleistet wird. Begleitet wurde sie vom Klettgauer Bürgermeister Ozan Topcuogullari und Vertretern des SPD-Ortsvereins.

Erzingen ist einer von fünf Sprachkita-Standorten in kirchlicher Zuständigkeit. Im Umkreis gibt es weitere Projekte dieser Art in Wutöschingen, Waldshut, Hüningen und Blumberg. Wie der Start in Erzingen trotz Pandemie und personellen Engpässen gelungen ist, erläuterte Geschäftsführerin Miriam Gutmann. Sie verdeutlichte, wie sehr ein gutes Kita-Angebot von den qualifizierten Fachkräften abhängig ist. Und dass deutsche Einrichtungen hier, ähnlich dem Pflegebereich, die Anziehungskraft des Schweizer Lohnniveaus zu spüren bekommen.

 

Miriam Gutmann macht aber auch deutlich, wie das Angebot der Sprachkita im Vergleich zur Einzelförderung funktioniert, wie sie vom Land finanziert wird. „Die Sprachkita ist ein integrativer Ansatz, von dem alle Kinder einer Gruppe profitieren“, sagt sie. Im Vergleich zur Einzelförderung löse das, was in der Sprachkita passiert, jenen Mitmachreflex aus, der die gesamte Gruppe weiterbringe. „Das wirkt in alle Gruppen hinein und ist flächendeckend alltagsintegrativ“, sagt Einrichtungsleiterin Doris Wehinger ergänzend.

Die zentrale Rolle spielt dabei Carolin Hagmann, die „Sprachförderin“. Sie zeigt auf, wie das Erzinger Konzept funktioniert. Am Beispiel der 14 Sprachen, in denen der Besucher am Eingang der Kita begrüßt wird. Schon diese Vielfalt der Sprachen macht deutlich, dass mehr als nur ein Kind profitiert, wenn die Gruppe mit Sprache umgeht. Am Beispiel des eigens entwickelten Bilderbuches, das individuelles Erkennen in gemeinsame Sprache umsetzt. Ein guter Einstieg also in das Projekt, das vom Bundesfamilienministerium begleitet wird. Die Sorge ist schon jetzt, ob das Projekt auch nach der ersten Förderperiode, die bis 2022 dauert, Bestand haben wird.

 

In der Frage ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter zuversichtlich. Als Beispiel dafür, wie familienfreundliche Projekte in anerkannte Langzeitleistungen überführt werden, wenn sie sich im Ergebnis als erfolgreich erweisen, nennt sie das Lauchringer Mehrgenerationenhaus. „Jetzt geht es erst einmal darum, aus dem Baukasten des Sprachkita-Angebots für das Projekt bedarfsgerecht auszuwählen und auszuprobieren. Ich glaube ja, dass Sprache noch sehr viel wichtiger werden wird, wenn wir der Vielfalt in unserer Gesellschaft und unserem sozial-ökologischen Anspruch gerecht werden wollen. Für durchlässige Bildung, Chancengleichheit für alle und die Vermittlung eines gemeinsamen Wertekompass ist sie jedenfalls unverzichtbar“, sagt Rita Schwarzelühr-Sutter.

Trauer um langjähriges Mitglied Jakob Reiter

Der SPD-Kreisverband Waldshut und der SPD-Ortsverein Bad Säckingen nehmen Abschied von Jakob Reiter. Jakob Reiter war über 59 Jahre aktives Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. In dieser Zeit nahm er verschiedene Aufgaben für die SPD in unserer Region wahr: Sieben Jahre als Seniorenbeauftragter des SPD-Kreisverbands Waldshut und 22 Jahre als Vorsitzender der AG 60 Plus. Des Weiteren wirkte er lange im SPD-Ortsverein Bad Säckingen als Pressebeauftragter und Delegierter für Parteitage. Er war ein sehr pflichtbewusstes Mitglied und war stets an den Jahreshauptversammlungen, Sommerfesten und Infoständen anzutreffen.

Die Anliegen, Sorgen und Nöte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lagen ihm immer sehr am Herzen. Er nahm stets die ihm zugetragenen Anliegen in seine ehrenamtliche Arbeit mit auf, suchte nach und verschaffte auch Lösungen für sie. Seit 1954 war er Mitglied der Gewerkschaft Textil-Bekleidung und vier Jahre später bereits Betriebsratsvorsitzender. Bereits 1968 wurde er Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Hochrhein-Wiesental der Gewerkschaft Textil Bekleidung. Diese Tätigkeit übte er bis zu seinem Renteneintritt 1992 aus.

Außerdem war er 27 Jahre Mitglied des DGB-Kreisvorstandes Lörrach, 26 Jahre Mitglied der Vertreterversammlung der AOK Lörrach und Mitglied des Verwaltungsausschusses des Arbeitsamtes Lörrach. Auch beim Betriebsärztezentrum in Lörrach und bei der Gatex war er aktiv sowie war Mitglied im Prüfungsausschuss für Textilmeister.

 

Der SPD-Kreisverband und der SPD-Ortsverein Bad Säckingen werden Jakob Reiter sehr vermissen und sein Vermächtnis stets in ehrenhafter Erinnerung behalten.

 

 

Copyright Foto: Stefan Hein / SPD-Ortsverein Bad Säckingen

Rita Schwarzelühr-Sutter bei den Ortsvereinen Murg und Laufenburg

Am 30. November 2019 fand die Jahreshauptversammlung des Ortsvereins im Gasthaus Adler in Murg statt. Zu Gast war die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter.
Gleich zu Beginn der Veranstaltung wartete man gemeinsam gespannt auf das Ergebnis der Mitgliederbefragung zur Wahl der neuen Bundesvorsitzenden der SPD.
Auf der Tagesordnung standen neben Jahresberichten auch die Ehrung zweier langjähriger Parteimitglieder. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Hans-Jürgen Dietrich in Abwesenheit geehrt. Seit 40 Jahren gehört Georg Kirschbaum der SPD an. Als neue Mitglieder wurden Pattric Grzybek und Tanja Oldenburg (in Abwesenheit) in die Partei aufgenommen.
Kira Skarke, die als jüngste Bewerberin bei den Kommunalwahlen ein Gemeinderatsmandat für die SPD gewonnen hatte, wurde verabschiedet. Sie verläßt die Gemeinde in Richtung Laufenburg/Schweiz.

Bei der SPD in Laufenburg gab es nach 16 Jahren einen Wechsel im Vorstand. Heiner Berger ist jetzt Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Er löst Robert Terbeck ab, der ihm jetzt als Stellvertreter zur Seite steht. Der weitere Vorstand besteht aus: Kassierer Norbert Tröndle sowie Dieter Schwandt und Torsten Amann als Besitzer.

Rita Schwarzelühr-Sutter dankte dem langjährigen Vorsitzenden Robert Terbeck für sein Engagement: "Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, Robert Terbeck hat es getan."

 

Artikel im Südkurier lesen

Artikel in der BZ lesen

 

 

 

 

 

Auf dem Foto von links:
Norbert Tröndle, Heiner Berger, Rita Schwarzelühr-Sutter, Robert Terbeck, Torsten Amann und Dieter Schwandt